Deutsches Sportabzeichen

Das Deutsche Sportabzeichen als ein Sportangebot in den Schulen hat eine lange Tradition. Jedes Jahr werden zwei Drittel aller abgelegten Sportabzeichen an Kinder- und Jugendliche verliehen, ein großer Teil davon in den Schulen. Es ist ein Gradmesser für überdurchschnittliche Leistungsfähigkeit und Fitness. Die Leistungsanforderungen basieren auf den vier motorischen Grundfähigkeiten Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Koordination die durch Einzeldisziplinen aus den Sportarten – Leichtathletik – Schwimmen – Gerätturnen abgeprüft werden.

Wettbewerbe

Das Deutsche Sportabzeichen kann in den drei Leistungsstufen Bronze, Silber und Gold erworben werden. Die
Leistungsanforderungen sind nach Alter und Geschlecht differenziert. Aus jeder der vier Gruppen der
motorischen Grundfähigkeiten ist jeweils eine Übung in der Mindestanforderung Bronze innerhalb eines
Kalenderjahres zu erbringen. Es gilt das Alter, das in einem Kalenderjahr erreicht wird. In dem Jahr, in dem ein*e
Schüler*in das 18. Lebensjahr erreicht, gelten die Leistungsanforderungen für Erwachsene.

Durch seinen hohen Differenzierungsgrad (z.B. Grundfähigkeiten, Sportarten, Leistungsstufen) lässt sich das
Deutsche Sportabzeichen ideal in den Sportunterricht integrieren, so dass es ergänzend für den Prozess der
Notenfindung herangezogen und zur Vorbereitung auf den Tag der Bundesjugendspiele genutzt werden kann,
siehe auch Bundesjugendspiele. Es besteht die Möglichkeit, das vergleichbare Leistungen vom Deutschen
Sportabzeichen bei den Bundesjugendspielen anerkannt werden und umgekehrt vgl. Die Synopse, die darüber
einen Überblick gibt.

Der Vollständigkeit halber möchten wir gerne an dieser Stelle darauf hinweisen, dass es das Deutsche
Sportabzeichen auch für Menschen mit Behinderung gibt. Auf die Umsetzung im Rahmen dieses Projektes
wurde vorerst verzichtet, da der Leistungskatalog (zusätzlich zu Alter und Geschlecht richten sich die
Leistungsanforderungen auch nach dem Grad der Behinderung) sehr umfangreich ist und eine zusätzliche
Fortbildung notwendig ist. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an ihren zuständigen
Landessportbund

Was muss ich als Lehrer*in tun?

Als ausgebildete*r Sportlehrer*in oder auch als fachfremd Sportunterrichtende*r müssen Sie sich auf
“Sportabzeichen digital” (Verwaltungs- und Kommunikationsplattform) registrieren. Unter Sportabzeichen in
der Schule sind alle Informationen zusammengestellt. Dies gilt nicht für die Bundesländer, Baden
Württemberg, Bayern und Rheinland-Pfalz, da diese ein eigenes Verwaltungsprogramm für das Sportabzeichen
haben. Hier bitte Kontakt zu den Landessportbünden aufnehmen.
Sollten Sie gedruckte Arbeitsmaterialien (Prüfungswegweiser, Plakat Leistungskatalog, Gruppen- und/oder
Einzel-Prüfkarten) benötigen, dann können diese in ausreichender Menge bei den Landessportbünden
abgefordert werden.

Wie setze ich es um?

Das Deutsche Sportabzeichen lässt sich gut unterrichtsbegleitend über das Jahr einsetzen. Die Lehrinhalte an
den Schulen decken sich in vielen Bereichen mit Disziplinen des Deutschen Sportabzeichens. In Leichtathletik,
Schwimmen und Gerätturnen können einzelne Anforderungen für das Deutsche Sportabzeichen über das
Kalenderjahr verteilt und im Einklang mit dem Lehrplan umgesetzt werden. So bietet es sich während der
Hallensaison (Anfang des Jahres/Ende des 1. Schulhalbjahres) an, Elemente im Rahmen des Gerätturnens oder
des Schwimmens abzunehmen, wenn der Lehrplan dies vorsieht. Und schon wäre der Großteil der
Sportabzeichen-Anforderungen geschafft, bevor dann mit leichtathletischen Übungen auf dem Sportplatz die
noch fehlenden Bedingungen abgelegt werden können (2. Schulhalbjahr).

Wo erhalte ich Unterstützung?

Für Fragen und Fortbildungen rund um das Deutsche Sportabzeichen stehen Ihnen die Kolleg*innen der
Landessportbünde sowie der Kreis- und Stadtsportbünde zur Verfügung.

Die Sportarten

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