Anregungen für eine dauerhafte Zusammenarbeit
Viele Wege führen zum Tennisplatz
Wie sich durch Kooperationen neue Mitglieder werben lassen
Eine Kooperationsmaßnahme ermöglicht Schülern, die auf einer Vereinsanlage spielen und trainieren, auch einen ersten Einblick in das Vereinsleben eines Tennisclubs. Sie können hautnah das Training von Turnierspielern beobachten, lernen verschiedene Spiel- und Turnierformen kennen. Das geweckte Interesse animiert sie vielleicht, nicht nur im Rahmen der Kooperation, sondern als Vereinsmitglied Tennis spielen zu wollen. Ein Angebot für ein Schnuppertraining oder eine Einladung zu einem Aktionstag oder Anfängerturnier wären weitere Möglichkeiten, Kinder und Jugendliche für Tennis im Verein zu motivieren. Bei solchen Aktionen hätten die Vereinsverantwortlichen auch Gelegenheit, mit Eltern ins Gespräch zu kommen, sich zu präsentieren und weiterführende Programme oder Angebote vorzustellen: Etwa eine kostenlose, zeitlich begrenzte Mitgliedschaft. Hier sind der Kreativität und dem Einfallsreichtum der Vereine keine Grenzen gesetzt. Sind die Kinder im Verein, ist es selbstverständlich, dass für sie nicht nur ein qualitativ gutes Training mit entsprechendem Personal erarbeitet wird, sondern vor allem ein auch zeitlich machbares Turnier-und Wettspielangebot organisiert wird. Hier gibt es verschiedene unterstützende Programme. Alle basieren auf dem Play+Stay-Konzept und helfen mit Modul-Bausteinen, ein altersgerechtes und interessantes Training zusammenzustellen.
Auch Tennis ist ein Sport für Alle
„Für den gelungenen gemeinsamen Unterricht von Kindern mit und ohne Behinderung gibt es an vielen deutschen Schulen tolle Beispiele. Der Sport birgt dafür ganz besondere Potenziale.“
Niklas Höfken, Projektleiter „Tennis für Alle“
„Sport für alle“ und „Im Verein ist Sport am schönsten“ waren erfolgreiche Kampagnen des ehemaligen Deutschen Sportbundes (DSB): Die Mottos könnten heute aktueller nicht sein, wenn man den Integrations- und Inklusionsgedanken zugrunde legt. Teilhabe für alle sollte auch im Sportverein Normalität sein: Denn Vereine sind die ideale Plattform, Inklusions- und Integrationsprozesse zu initiieren und umzusetzen. Das beweisen viele Vereine bereits seit Jahrzehnten. Sport kennt keine Grenzen – und Schul- und Kindergartentennis schon gar nicht. Gerade im Sport spielen Sprache, Hautfarbe, Religion, ob mit oder ohne Behinderung, keine Rolle: Die Welt auf dem Tennisplatz ist noch in Ordnung. Spaß, Spielfreude und das Miteinander sind wirksame integrative Kräfte. Kinder und Jugendliche lernen nicht nur vieles über gelungene Ballwechsel, sondern auch, wie man Grenzen, Stigmatisierung, Vorurteile besiegen kann. Und dass zum Beispiel Kinder, die im Rollstuhl Tennis spielen, eine starke Rückhand haben und „Fußgänger“ ganz schön ins Schwitzen bringen können
Jugend trainiert für Olympia & Paralympics
Für viele Schüler ist es oft das erste sportliche Highlight: Der weltgrößte Schulsportwettbewerb „Jugend trainiert für Olympia & Paralympics“ Der Wettbewerb ist ein Vorbild für das Modell Schule und Verein. 1969 wurde der Bundeswettbewerb der Schulen im Vorfeld der Olympischen Spiele 1972 in München gegründet.
Heute sind bei dem Wettbewerb, dessen Träger die Deutsche Schulsportstiftung (DSSS) ist, 27 Sportarten am Start. Tennis wurde 1989 ins Standardprogramm der „Schüler-Olympiade“ aufgenommen. Jugend trainiert für Olympia & Paralympics ist der weltgrößte Schulsportwettbewerb mit jährlich weit über 800 000 Schülern, davon mehr als 14 000 Tennisspieler. Mit der Wettkampfklasse III findet eine der insgesamt vier Wettkampfklassen ihren nationalen Abschluss bei den Bundesfinal-Wettbewerben in Berlin. Finanziert werden die Wettbewerbe bis zur Landesebene schwerpunktmäßig über die Bundesländer und Sponsoren – beim Bundesfinale über die DSSS und deren Sponsoren und werden auch durch das Bundesinnenministerium nachhaltig unterstützt.
„Wichtig ist, dass für die Kinder und Jugendlichen in den Schulen und Vereinen die Möglichkeiten geschaffen werden, sich sportlich zu engagieren. Bei „Jugend trainiert …“ wird dieses Ziel umgesetzt. Außerdem können Schulen und Tennisvereine durch ein gemeinsames Engagement bei diesem Schulsportwettkampf ihre aktive Partnerschaft hervorheben und beleben.“
Laura Siegemund, Tennis-Patin für Jugend trainiert für Olympia & Paralympics
Für mehr Informationen über die Kooperation zwischen Schulen und Vereinen nutzen Sie gerne die Broschüre des DTB.