Konkrete Umsetzung der Kooperation
Gute Planung – Erster Schritt zum Erfolg
Bei Kooperationen sollen die Partner immer im Gespräch bleiben
Kooperationen sind keine Selbstläufer. Deshalb sollte alles gut geplant und bedacht werden – denn das sind schon die ersten Schritte zu einem erfolgreichen Miteinander. Es gibt einige Hindernisse, die eine gute Zusammenarbeit erschweren. Deshalb müssen die potentiellen Partner in der Schule und im Verein bereits im Vorfeld intern wichtige Punkteregeln und abklären.
Die erste Überlegung sollte sein: Wollen wir als Verein / Schule so eine Zusammenarbeit überhaupt? Welche Erwartungen und Ziele verbinden wir damit? Wo haben wir als Partner Gemeinsamkeiten / Schnittstellen? Im nächsten Schritt ist zu prüfen, ob die Rahmenbedingungen für eine Kooperation gegeben sind. Sind Infrastruktur, Personal und Material ausreichend vorhanden? Wie erfolgt die Finanzierung?
Haben die Initiatoren des Projekts diese Punkte geklärt, dann stehen Gespräche mit dem Vorstand und den betroffenen Abteilungen im Verein an. Um große Unterstützung und Rückhalt zu haben, sollten auch die Mitglieder informiert und somit eingebunden werden. Ist im Verein alles abgestimmt, wird Kontakt zur Schule aufgenommen. Der Schulleiter sollte im Vorfeld bereits mit dem Kollegium und den Eltern geklärt haben, inwieweit Interesse an einer Kooperation besteht.
Vielfältige Zusammenarbeit
Die Schullandschaft hat sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert (Stichwort: offene oder gebundene Ganztagsschule). Deshalb ist auch ein Umdenken im organisierten Sport nötig. Tennisvereine müssen auf die Schulen zugehen, um ihre potentielle Klientel dort „abzuholen“. Gerade die Vereinstrainer sollten daran interessiert sein, den Tennissport möglichst „breit“ aufzustellen. Folgende Beispiele zeigen, welche Inhalte eine Zusammenarbeit zwischen Schule und Verein haben kann:
Aktionstag
- Schule und Verein veranstalten einen Aktionstag, an dem die Schüler (am besten eine ganze Klassenstufe) die Vereinsanlage zum Schnuppertennis besuchen. Diese Art der Veranstaltung ist am besten geeignet für Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren. Der Aktionstag kann natürlich auch auf der Schulsportanlage stattfinden.
Sportfest
- Der Verein besucht die Sportanlage der Schule. Er bietet im Rahmen des Sportfestes die Möglichkeit, Tennis auszuprobieren.
Projekttag / -woche
- Während des Projekttages / der Projektwoche der Schule bietet der Tennisverein in Zusammenarbeit mit Lehrkräften ein „Projekt Tennis“ an.
Arbeitsgemeinschaft
- Schule und Verein gehen eine Kooperation ein. In Form einer Arbeitsgemeinschaft (AG) findet – entweder in der Schule oder beim Verein – ein regelmäßiges Tennistraining über einen längeren Zeitraum (z.B. ein halbes Schuljahr) statt, das ein Vereinstrainer leiten könnte. Wichtig ist die Nachhaltigkeit: Allen Kindern sollte ein längerfristiges Angebot von Vereinsseite aus gemacht werden.
Talentsichtung
- Schule und Verein entwickeln gemeinsam ein System für Talentsichtung und -förderung, wobei sichergestellt wird, dass die Talente in das Vereinstraining übernommen werden können. Wie wäre ein Tennis-Casting? Talentsichtung und -förderung können Lehrkräfte und Vereinstrainer gemeinsam angehen, wobei die Talentsichtung eher in der Schule stattfinden sollte, die Talentförderung jedoch in die Hand von Vereinstrainern gehört.
Lokale Fortbildung
- Verein und Verband bieten interessierten Lehrkräften Kontaktveranstaltungen und Einführungslehrgänge bis hin zum Erwerb der C-Trainer-Lizenz an. Schüler können die Qualifikation zum Tennis-Assistenten oder Schülermentor erwerben (abhängig vom jeweiligen Tennis-Landesverband).
Beispielhafte Kooperation
Mit der Schultasche auf den Tennisplatz – Tennisclub Grün-Weiß Greding e.V.
- Unter diesem Motto bietet der TC Grün-Weiß Greding jedem Kind, das Mitglied im Verein ist, eine Nachmittagsbetreuung auf dem Vereinsgelände an. Starker Einsatz ehrenamtlicher Helfer: Nach dem Mittagessen, um das sich Eltern kümmern, erledigen die Kinder ihre Hausaufgaben. Dabei stehen ihnen Vereinsmitglieder und eine Lehrkraft des Gymnasiums ehrenamtlich mit Rat und Tat zur Seite. Und auch die Kinder und Jugendlichen unter stützen sich gegenseitig. Ab 15 Uhr „übernehmen“ dann zwei erfahrene Tennistrainer den Nachwuchs. Die Jungen und Mädchen können entweder gemeinsam trainieren oder einfach „nur so“ zusammen spielen. Die Betreuung endet offiziell um 17 Uhr, allerdings können Abholzeiten flexibel gestaltet werden – für viele Eltern eine zusätzliche Erleichterung. Die anfallenden Kosten werden aus dem Jugendetat des Vereins bezahlt. Steigende Mitgliederzahlen durch innovative Projekte: Die Kinderbetreuung und weitere attraktive Angebote zahlen sich für den Tennisclub aus: Die Mitgliederzahlen steigen stetig
Für mehr Informationen über die Kooperation zwischen Schulen und Vereinen nutzen Sie gerne die Broschüre des DTB.