Bewegungswelt der Kinder: Aufgaben und Chancen für den Verein
Motorik nimmt ab, Gewicht steigt: Die Folgen kindlicher Bewegungsarmut
Wer sich nicht bewegt, lebt ungesund!
Spielen verboten! Rasen nicht betreten! Das unbeschwerte Spielen zwischen Häuserreihen auf der Straße, in Parks oder auf freien Wiesen kleine Abenteuer zu erleben, ist heute für die meisten Kinder – besonders in der Stadt – nahezu unmöglich.
Ein reguliertes Umfeld verhindert oft das Toben und das Spielen. Immer häufiger werden spielende Kinder aus dem öffentlichen Raum verdrängt.
Auch der durchstrukturierte Alltag von Jungen und Mädchen lässt kaum noch Zeit für genügend Bewegung und Forscher drang. Kinder stehen heute unter enormem Zeit- und Leistungsdruck. Vor allem der Schulalltag verengt ihr Zeitfenster. Und viele Eltern möchten, dass ihr Nachwuchs die spärlich verbliebene Freizeit lieber dazu nutzt, sich etwa mit einer weiteren Fremdsprache zu beschäftigen, als draußen herumzutollen.
Der natürliche Bewegungsdrang von Kindern wird nicht selten schon dadurch ausgebremst, dass sie mit dem Auto zu Kita, Schule, Geburtstagsfeier oder zum Flötenunterricht kutschiert und von dort auch wieder abgeholt werden. Diese „Bewegungs-Passivität“ setzt sich dann oft auch in der Wahl der Freizeitangebote durch. Warum selbst kicken oder Tennis spielen, wenn man das am Computer genauso gut kann? Die Konkurrenz zum aktiven Bewegen ist sehr groß und attraktiv: Neben dem Computer sind Spielkonsolen, iPads und Smartphones für viele Heranwachsende mittlerweile die liebsten Spielgeräte, selbst schon bei Kindergarten-Kids. Doch auch dieses „technische Spielzeug“ könnte effektiv in Trainingsbetrieb und Unterricht eingebunden werden.
Kooperation als Innovation, Strukturanpassung, Zugewinn
Viele Tennisvereine haben in den letzten Jahren nicht nur die Chancen erkannt, die in einer Zusammenarbeit mit Schulen liegen, sondern diese auch genutzt. Etwa 3 000 Maßnahmen gibt es bundesweit, die im Rahmen eines Förderprogramms der Landessportbünde oder der Tennislandesverbände jedes Jahr initiiert werden. Und über Tennisvereine vor Ort laufen viele Angebote, die auf bilateralen Vereinbarungen zwischen Schule und Verein basieren.
Schule und Tennisverein haben bei ihrer Kooperation eine gemeinsame Zielsetzung: Sie wollen Bewegungsprogramme für Kinder und Jugendliche anbieten. Und es gibt viele gute Argumente für diese Zielvorgabe. Zum einen ist Tennis, von klein auf gelernt, eine Sportart, die man lebenslang betreiben kann. Nicht zuletzt deshalb sollte auch die Zusammenarbeit von einem Tennisverein schon mit dem Kindergarten forciert werden. Man kann nicht früh genug anfangen, die Kleinsten für Bewegung und später Tennis zu begeistern, an die sie mit ganzheitlicher Körperschulung herangeführt werden.
Für mehr Informationen über die Kooperation zwischen Schulen und Vereinen nutzen Sie gerne die Broschüre des DTB.